Für ihr ehrgeiziges Projekt wagen sich Laibach auf gänzlich neue Klangpfade, die diese Band noch nie zuvor beschritten hat - mit einem Ergebnis, das wieder einmal unverkennbar Laibach ist. Jeder der Songs auf Volk basiert auf einer Originalhymne oder wurde zumindest von ihr inspiriert. Das erste Stück Germania ist eine Interpretation des Liedes der Deutschen, geschrieben im Jahr 1797 und nach dem 1. Weltkrieg zur Zeit der Weimarer Republik zur Nationalhymne des Deutschen Reiches avanciert. Die Single Anglia dagegen ist von John Bulls God Save The Queen inspiriert, und das Ergebnis klingt wirklich
völlig unerwartet. Die Stücke wurden größtenteils auf Englisch aufgenommen und jeweils mit Unterstützung von Gastsängern eingespielt, die häufig in ihrer Landessprache singen.
Auf diesem Album haben Laibach einen gemeinsamen Nenner entdeckt, der die Nationen verbindet, ein gemeinsames Nationalgefühl, das auf den blutigen und kämpferischen Grundfesten der einzelnen Länder basiert - was hier in den Texten und im Pomp der größtenteils hymnischen Stücke deutlich wird. Durch ihre Neuinterpretationen der Musik und Übersetzungen der Texte jeder einzelnen Hymne haben Laibach nicht nur diesen Konsens aufgezeigt, sie liefern gleichzeitig einen prägnanten Kommentar über die aktuelle politische Situation und eine Warnung an spätere Generationen.